Tuesday, March 17

bristol, perle des südwestens

Nach einigen Wochen, in denen ich nicht aus Exeter herausgekommen bin, hatte ich im Oktober letzten Jahres das starke Bedürfnis, auch mal etwas anderes als Uni oder Wohnheim zu sehen. Glücklicherweise liegt gerade mal eine Stunde mit der Bahn entfernt Bristol. Bristol ist etwas größer als Exeter und verströmt schon fast Großstadt-Flair.
Ich habe den Ausflug wirklich genossen, auch wenn meine Füße im Anschluss beinahe abgefallen wären. Um Straßen mit Steigung kommt man in dieser Ecke Englands wohl nicht herum. (Ich habe auf dem Trip natürlich auch Bücher gekauft, um das Ganze noch etwas zu erschweren.)


 Die erste Kirche, an der wir vorbeigekommen sind, war St Mary Redcliffe und ist auch von innen auf jeden Fall sehenswert.


Der Weg in die Innenstadt führt am Queens Square vorbei, der mich irgendwie an den Grimmauld Place von Harry Potter erinnert hat. 


 Besonders schön war der Platz wegen der Bäume, die die Rasenfläche in der Mitte umsäumten, weil sich die Blätter langsam zum Herbst hin verfärbt hatten.


Nachdem wir eine kleine Brücke überquert hatten, waren wir schließlich in der Innenstadt Bristols, in der auch die beeindruckende Bristol Cathedral steht.


Dies ist der Garten und Friedhof im Innenhof der Cathedral. Aus dem Wetter kann man schwerlich ableiten, dass es tatsächlich Ende Oktober war, als wir da waren.


Dies ist das Innere des Bristol Museums. Wir haben wirklich alles Kulturelle an einem Tag abgehakt - meine Vorstellung von einem perfekten Ausflug. Besonders unglaublich erscheint das im Nachhinein, wenn ich daran denke, dass auch das Museum oben auf einem Hügel war, direkt neben einem Gebäude der University of Bristol. (Die ganze, ansonsten sehr schöne Einkaufsstraße war ein Hügel.)


Nachdem wir durch ein Viertel gelaufen waren, das starke Ähnlichkeit zur Hamburger Hafen City hatte, sind wir zum sehr schönen Hafen gekommen, mit Hausbooten, pastellfarbenen Häusern im Hintergrund...


...und Schwänen!

Bristol hat mir als Stadt wirklich sehr gut gefallen. Anfang dieses Jahres habe ich wieder einen Tagesausflug dorthin gemacht, diesmal jedoch an den Stadtrand. In Bristol gibt es nämlich den einzigen IKEA weit und breit und meine Mitbewohnerin und ich hatten leichte Kleinkramkauf- und Köttbullar-Entzugserscheinungen.

Sunday, March 15

plum pie

Finally something food-related again! You just can't live on books alone. Especially on birthdays! It was a friend of mine's birthday yesterday and so she wished for a plum pie, also celebrating the joyous occasion of pi day. You can find the recipe, which was very easy to follow, here. It was even easier than that for me, because I didn't make the custard myself (why make custard if you can buy it everywhere in England?). Also, the recipe requires you make your own custard, but the shortcrust pastry comes out of the fridge... Anyway, here is my attempt to make the pie:


The stoned and sliced plums in our very studenty kitchen.


The recipe says you should add ground cloves to the plums and the sugar, which I did - and instantly felt like Christmas in March. You could also leave out the cloves and add some cinnamon, I suppose.


Shortcut pastry from the fridge is great. I really hope I also get it in Germany - makes life so much easier...


 I just love before and after pictures. 


Next time I have to connect bottom and top better, because the form became naturally bigger in the oven...


...and they seperated themselves again.


But it was still a very delicious pie and I will definitely make it again!

Thursday, February 26

good bad literature & boys' weeklies

I can't keep myself from buying books and if there is a bookstore on campus, I am even more in danger of hoarding more and more of them in my tiny room. This time, they even had a 3 for 2 offer on the Penguin Books Great Ideas-edition, so I bought one book that I actually needed and two for fun.

George Orwell: Decline of the English Murder and Books vs. Cigarettes
These other two, The Decline of the English Murder and Books v. Cigarettes, are by George Orwell and they consist of essays which make a very entertaining read. I am nearly done with the first one and by now, I've learned about how to get arrested, what good bad literature is and a lot about boy's weeklies. I especially liked how thoroughly Orwell analyses these cheap stories, which are set in boys' public schools.
The essays are perfect after a long day of uni-reading - funny, not too challenging, but still intelligent. I will write about Books v. Cigarettes (which I've bought not only because of the interesting title, but also because of the appealing cover) as soon as I have read it.

Tuesday, February 24

kafka mood

I have to admit that I wasn't quite fond of Franz Kafka when we had to read Der Process in school. Luckily I decided to study German and met people at uni who were very fond of his writings and I developed a slight obsession with dear Kafka. (I have an A4 picture of him above my desk. Just saying.)
Consequently, I was very happy when I found out that we were going to study Der Process for one of my modules this term and really enjoyed reading the novel again. After I've heard about Kafka genuinely laughing during readings of his works, I really could see the comedy in the whole thing. And even though he is sometimes portrayed almost like a tragic figure, I can't help but think of him as someone who also enjoyed life and especially literature. While compiling a playlist to listen to during close reading, I found this nice, quite cheerful acoustic song by Hekla Stålstrenga, which reminds me of that:


Out of interest, me and a friend also recently watched the Trial-film adaptation by Orson Welles, which was good in terms of spacial representation and relations, and Anthony Perkins is just like I would imagine Josef K., but the end was a bit disappointing and didn't really correspond to the impression the novel makes.
It is naturally beyond question that I am going to write my summative essay in this module about Herr K. and his struggle with the law. Observed by Kafka, listening to my Josef K.-playlist. (I wonder when I will get sick of him in the next few weeks. I will tell you when it happens.)

Saturday, November 1

exeter

Es ist komisch darüber zu schreiben, als wäre es eine brandneue Entwicklung, da ich schon anderthalb Monate hier verweile, aber heyheyhey! Ich bin jetzt in Exeter, im Südwesten Englands! Die sechs Wochen, die ich hier schon verbracht habe, fühlen sich eher wie sechs Monate an, und das auf keinen Fall, weil es so schrecklich ist, ganz im Gegenteil.

Herbstliches Exeter mit dem Clock Tower.
Ich sehe euch schon die Augen verdrehen, weil ihr keine Lust habt, schon wieder etwas davon zu lesen, wie toll es doch ist, als junger Mensch ins Ausland zu gehen. Ich bin auch kein Fan von der Entwicklung, Auslandssemester oder -jahre als Voraussetzung für einen guten Start in die Arbeitswelt zu sehen. Und die Vorstellung, in ein Land zu gehen, dessen Sprache ich nicht im Entferntesten spreche, erfüllt mich mehr mit Angst als mit Freude.
Aber es gibt Chancen, die man wirklich ergreifen sollte und die Studienzeit schien mir die beste Gelegenheit, mehr als nur den Urlaub in einem meiner absoluten Lieblingsländer zu verbringen: England. Und jetzt bin ich hier und ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war, für mein Studium ein Jahr länger einzuplanen, die Koffer zu packen, Euros in Pfund zu wechseln und ins unbekannte Exeter aufzubrechen.


Auch wenn es hart ist, alles Gewohnte zurückzulassen, wieder neue Freundschaften zu knüpfen (ich hatte schon wieder verdrängt, wie schwer das sein kann - aber auch wie leicht in manchen Fällen) und sich erneut an ein neues Zuhause zu gewöhnen, lohnt es sich für mich. Und ich bin mir sicher, dass mir der Abschied in acht Monaten unglaublich schwer fallen wird.

Wednesday, September 10

kielleben

Ich wohne jetzt schon seit ungefähr zwei Jahren in der Schleswig-Holsteinischen Landeshauptstadt Kiel. Sie ist nicht riesig und auch nicht stark kosmopolitisch (obwohl doch einige Touristen jeden Sommer durch die Innenstadt streifen), aber trotzdem fühle ich mich hier sehr wohl. Auch wenn die regulären Busse ab zwölf Uhr nachts nicht mehr fahren (am Sonntag sogar erst am sieben Uhr morgens wieder - ein ständiges Ärgernis) und die Läden in der Haupt-Einkaufsstraße schon um spätestens 19 Uhr zumachen - es hat auch Vorteile, in einer nicht ganz so großen Großstadt zu leben. Denn wenn nichts mehr fährt, fährt immerhin noch mein Fahrrad die wirklich nicht langen Strecken von A nach B.
Obwohl Kiel nicht das Zentrum der Erde ist und manchen als nicht besonders aufregend erscheinen mag, hat es auch Trümpfe auszuspielen: die Kieler Förde, nahegelegene Strände, liebenswerte Kinos wie das Studio am Dreiecksplatz und zahlreiche gute Restaurants. Selbst nach zwei Jahren gibt es immer noch unabhängige, kleine und ausgefallene, die ich (mit meinem Studentenbudget) besuchen kann und noch muss. Eins von denen, dem man immer mal wieder eine Besuch abstatten kann, ist das Sterntaucher in der Hopfenstraße in der Nähe des Hauptbahnhofs.

Nicht nur Fleisch- sondern auch vegetarische und vegane Burger schmecken ganz ausgezeichnet im Sterntaucher.



Ich werde versuchen, zukünftig weitere meiner Lieblingsplätze hier in Kiel vorzustellen, auch wenn ich bald einige Zeit in England verbringen werde (hiphiphooray!). Diese Posts ich dann unter "Kielleben" sammeln.

Tuesday, September 9

an interlude with jamie cullum

It was really not a long wait since Jamie Cullum's last album, Momentum, came out. Surprisingly enough, he will bring out a new record on the 6th October this year. It will be called Interlude and seems to become more jazzy than its predecessors which pleases me immensly. I like about Jamie Cullum the diversity of his albums and his ability to make covers which I enjoy more than the originals. But especially the songs which are less pop and more jazz and swing are my favourites. The first single, "Don't let me be misunderstood" in cooperation with Gregory Porter already sounds very promising.


You can get a glimpse of what is more to come in this YouTube Video.