Thursday, February 26

good bad literature & boys' weeklies

I can't keep myself from buying books and if there is a bookstore on campus, I am even more in danger of hoarding more and more of them in my tiny room. This time, they even had a 3 for 2 offer on the Penguin Books Great Ideas-edition, so I bought one book that I actually needed and two for fun.

George Orwell: Decline of the English Murder and Books vs. Cigarettes
These other two, The Decline of the English Murder and Books v. Cigarettes, are by George Orwell and they consist of essays which make a very entertaining read. I am nearly done with the first one and by now, I've learned about how to get arrested, what good bad literature is and a lot about boy's weeklies. I especially liked how thoroughly Orwell analyses these cheap stories, which are set in boys' public schools.
The essays are perfect after a long day of uni-reading - funny, not too challenging, but still intelligent. I will write about Books v. Cigarettes (which I've bought not only because of the interesting title, but also because of the appealing cover) as soon as I have read it.

Tuesday, February 24

kafka mood

I have to admit that I wasn't quite fond of Franz Kafka when we had to read Der Process in school. Luckily I decided to study German and met people at uni who were very fond of his writings and I developed a slight obsession with dear Kafka. (I have an A4 picture of him above my desk. Just saying.)
Consequently, I was very happy when I found out that we were going to study Der Process for one of my modules this term and really enjoyed reading the novel again. After I've heard about Kafka genuinely laughing during readings of his works, I really could see the comedy in the whole thing. And even though he is sometimes portrayed almost like a tragic figure, I can't help but think of him as someone who also enjoyed life and especially literature. While compiling a playlist to listen to during close reading, I found this nice, quite cheerful acoustic song by Hekla Stålstrenga, which reminds me of that:


Out of interest, me and a friend also recently watched the Trial-film adaptation by Orson Welles, which was good in terms of spacial representation and relations, and Anthony Perkins is just like I would imagine Josef K., but the end was a bit disappointing and didn't really correspond to the impression the novel makes.
It is naturally beyond question that I am going to write my summative essay in this module about Herr K. and his struggle with the law. Observed by Kafka, listening to my Josef K.-playlist. (I wonder when I will get sick of him in the next few weeks. I will tell you when it happens.)

Saturday, November 1

exeter

Es ist komisch darüber zu schreiben, als wäre es eine brandneue Entwicklung, da ich schon anderthalb Monate hier verweile, aber heyheyhey! Ich bin jetzt in Exeter, im Südwesten Englands! Die sechs Wochen, die ich hier schon verbracht habe, fühlen sich eher wie sechs Monate an, und das auf keinen Fall, weil es so schrecklich ist, ganz im Gegenteil.

Herbstliches Exeter mit dem Clock Tower.
Ich sehe euch schon die Augen verdrehen, weil ihr keine Lust habt, schon wieder etwas davon zu lesen, wie toll es doch ist, als junger Mensch ins Ausland zu gehen. Ich bin auch kein Fan von der Entwicklung, Auslandssemester oder -jahre als Voraussetzung für einen guten Start in die Arbeitswelt zu sehen. Und die Vorstellung, in ein Land zu gehen, dessen Sprache ich nicht im Entferntesten spreche, erfüllt mich mehr mit Angst als mit Freude.
Aber es gibt Chancen, die man wirklich ergreifen sollte und die Studienzeit schien mir die beste Gelegenheit, mehr als nur den Urlaub in einem meiner absoluten Lieblingsländer zu verbringen: England. Und jetzt bin ich hier und ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war, für mein Studium ein Jahr länger einzuplanen, die Koffer zu packen, Euros in Pfund zu wechseln und ins unbekannte Exeter aufzubrechen.


Auch wenn es hart ist, alles Gewohnte zurückzulassen, wieder neue Freundschaften zu knüpfen (ich hatte schon wieder verdrängt, wie schwer das sein kann - aber auch wie leicht in manchen Fällen) und sich erneut an ein neues Zuhause zu gewöhnen, lohnt es sich für mich. Und ich bin mir sicher, dass mir der Abschied in acht Monaten unglaublich schwer fallen wird.

Wednesday, September 10

kielleben

Ich wohne jetzt schon seit ungefähr zwei Jahren in der Schleswig-Holsteinischen Landeshauptstadt Kiel. Sie ist nicht riesig und auch nicht stark kosmopolitisch (obwohl doch einige Touristen jeden Sommer durch die Innenstadt streifen), aber trotzdem fühle ich mich hier sehr wohl. Auch wenn die regulären Busse ab zwölf Uhr nachts nicht mehr fahren (am Sonntag sogar erst am sieben Uhr morgens wieder - ein ständiges Ärgernis) und die Läden in der Haupt-Einkaufsstraße schon um spätestens 19 Uhr zumachen - es hat auch Vorteile, in einer nicht ganz so großen Großstadt zu leben. Denn wenn nichts mehr fährt, fährt immerhin noch mein Fahrrad die wirklich nicht langen Strecken von A nach B.
Obwohl Kiel nicht das Zentrum der Erde ist und manchen als nicht besonders aufregend erscheinen mag, hat es auch Trümpfe auszuspielen: die Kieler Förde, nahegelegene Strände, liebenswerte Kinos wie das Studio am Dreiecksplatz und zahlreiche gute Restaurants. Selbst nach zwei Jahren gibt es immer noch unabhängige, kleine und ausgefallene, die ich (mit meinem Studentenbudget) besuchen kann und noch muss. Eins von denen, dem man immer mal wieder eine Besuch abstatten kann, ist das Sterntaucher in der Hopfenstraße in der Nähe des Hauptbahnhofs.

Nicht nur Fleisch- sondern auch vegetarische und vegane Burger schmecken ganz ausgezeichnet im Sterntaucher.



Ich werde versuchen, zukünftig weitere meiner Lieblingsplätze hier in Kiel vorzustellen, auch wenn ich bald einige Zeit in England verbringen werde (hiphiphooray!). Diese Posts ich dann unter "Kielleben" sammeln.

Tuesday, September 9

an interlude with jamie cullum

It was really not a long wait since Jamie Cullum's last album, Momentum, came out. Surprisingly enough, he will bring out a new record on the 6th October this year. It will be called Interlude and seems to become more jazzy than its predecessors which pleases me immensly. I like about Jamie Cullum the diversity of his albums and his ability to make covers which I enjoy more than the originals. But especially the songs which are less pop and more jazz and swing are my favourites. The first single, "Don't let me be misunderstood" in cooperation with Gregory Porter already sounds very promising.


You can get a glimpse of what is more to come in this YouTube Video.

Friday, July 25

listen to this: generationals

I first came across the band Generationals while watching Suits, this new lawyer-series (with which I definitely have to catch up soon). Their song "When they fight, they fight" was featured in one of the episodes and I liked it immediately. Nice to sing along to, nice to dance to. "Con Law", their debut album offers even more and after searching for them on Spotifiy, I completely fell in love with "Put a light on" which appeared on the Generationals most recent album, "Heza". Somehow light-hearted, motivational, relaxed, but also with potential to shake everything out to the sound of it (and sing as loud as you like to).


Saturday, July 19

the human stain in the cider house of tristram shandy

Mir geht es so, dass immer wenn ich etwas lesen MUSS, erkenne, wie schön es ist, seine Lektüre selbst auszusuchen. Versteht mich nicht falsch, ich liebe es, Literatur zu studieren und auch Texte vorgesetzt zu bekommen, die ich sonst nicht gelesen hätte. Gute Beispiele hierfür im letzten Semester waren der Roman "Caleb Williams" von William Godwin (Funfact: der Vater von Mary Shelley und Schwiegervater von Percy Bysshe Shelley) und "Ein Landarzt" und "In der Strafkolonie" von Kafka, von dem ich seit dem Abitur nichts mehr gelesen hatte. Auch auf Zeitdruck zu lesen kann mal Spaß machen. Doch wenn die Lektüre-Pflichten abgearbeitet sind, ist es schön, auch wieder etwas zum Vergnügen zu lesen.


Mein Problem hierbei ist jedoch, dass sich übers Semester einige Bücher ansammeln, die ich alle gerne sofort in Angriff nehmen würde. Zur Zeit lese ich "The Cider House Rules" von John Irving (in gutem Zustand für 2€ gebraucht gekauft), "Tristram Shandy" von Laurence Sterne (ein Überbleibsel vom letzten Wintersemester) und "The Human Stain" von Philip Roth (Belohnung für gute Hausarbeitsnoten). Des Weiteren habe ich "Fräulein Else" von Arthur Schnitzler begonnen, weil ich dachte, ich könnte die Erzählung an einem Abend durchlesen (ha-ha-ha). In der Warteschleife stehen außerdem noch "Auf Englands grünen Hügeln" von David Kennard als Reisevorbereitung, "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins und Jane Austens "Pride and Prejudice". Bis ich es mal wieder schaffe, keine 5 Bücher gleichzeitig zu lesen, wird wohl noch ein wenig Zeit ins Land gehen.